Die Chronologie seit 1963

Wir haben die letzten 53 Jahre des Porsche 911 chronologisch gesammelt. Kein Jahr war wie das zuvor und immer sorgten die Mannen aus Zuffenhausen für Aha-Effekte in der Sportwagenwelt.

 

In dem Zusammenhang möchten wir auch auf die Geschichte des 911 auf unserer Seite hinweisen. Hier findet Ihr jede Menge Informationen zu den einzelnen Baureihen samt Bildergalerie.

 

Nachzulesen gibt es die Geschichte hier ...

1963: Der Nachfolger des erfolgreichen Sportwagens 356 mit Vierzylinder-Motor aus dem Hause Porsche wird unter der Bezeichnung 901 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt. Das neue Flagschiff der Sportwagenschmiede aus Stuttgart-Zuffenhausen besitzt einen luftgekühlten Sechszylinder-Boxer-Motor, der in eine von Ferdinand Alexander Porsche gezeichnete Karosserie integriert wurde.
 
1964: Nachdem Einwände der Firma Peugeot gegen die Bezeichnung 901 erhoben wurden, geht der neue Porsche unter der Bezeichnung 911 in Produktion. Die Leistung des Fahrzeugs beträgt 130 PS mit einer Spitzengeschwindigkeit von 210 Km/h. Der Preis liegt bei 21.900,- DM.
 
1965: Als weitere Variante des 1963 vorgestellten Sportwagens wird der Typ 912 von Porsche eingeführt – mit einen Vierzylinder-Motor und 90 PS aus dem Vorgänger 356. Die Ausstattung ist bewusst einfacher als im 911 gehalten, um den Einstiegspreis auf DM 16.250 reduzieren zu können. Ende des Jahres wird der Targa vorgestellt, die Urform der Karosserie-Variante mit herausnehmbarem Dach. Der erste sportliche Einsatz des 911 erfolgt bei der Rallye Monte Carlo und wird erfolgreich mit einem 5. Platz abgeschlossen.

1966: Der 911 erhält einen Leistungszuwachs von 30 PS und verfügt jetzt über einen 160 PS Motor, die Höchstgeschwindigkeit beträgt nunmehr 225 km/h. Das Fahrwerk wird auch überarbeitet und der Wagen wird das erste Mal mit den sogenannten Fuchs-Felgen ausgestattet. Diese geschmiedeten Leichtmetall-Felgen werden nach Vorgabe von Porsche bei der Firma Fuchs hergestellt.
 
1967: Nach recht kurzer Bauzeit wird der Typ 912 von der 20.000 DM teuren Variante 911T abgelöst dessen Sechszylinder-Motor über 110 PS verfügt. Zum ersten Mal wird eine Sportmatik [ein halbautomatisches Vierganggetriebe] angeboten, die auch bis zum Jahr 1980 im Programm bleiben wird. Zu den 911-Modellen gesellt sich mit dem “L” – 130 PS und die Ausstattung des “S” – ein weiteres Modell hinzu.
 
1968: Der Targa erhält gegenüber seinem Vorgänger mit faltbarem PVC-Fenster eine fest eingebaute Heckscheibe. Alle 911 erhalten einen größeren Radstand (2.268mm) gegenüber seinen Vorgängern (2.211mm).
 
1969: Die Leistung der Modelle 911T (Touring), 911E (Einspritzer) sowie 911S (Super) beträgt nun jeweils 125, 155 und 180 PS. Für das neue Modelljahr wird der Hubraum auf 2.195 ccm erhöht.
 
1970: In diesem Jahr wird der leichteste je gebaute 911 mit Straßenzulassung gebaut – das Fahrzeug wiegt 789kg. Die Rallye Monte Carlo wird zum dritten Mal in Folge von einem 911 gewonnen.
 
1971: Es findet eine weitere Leistungssteigerung bei den 911-Modellen T, E + S (130, 165 und 190 PS) statt. Zudem wird der Hubraum auf 2.341 ccm angehoben.
 
1972: Der mit dem charakteristischen Entenbürzel ausgestattete 911 Carrera RS 2.7 avanciert dank seiner 210 PS zum schnellsten Straßenauto in Deutschland. Er erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 245 km/h. Gleichzeitig erhält der 911 den Schriftzug “Carrera”.
 
1973: Der Carrera RS wird für den Rennsport modifiziert und gewinnt als RSR die 24 Stunden von Daytona und das 12-Stunden-Rennen von Sebring. Eine weitere Hubraumerhöhung der 911-Triebwerke auf 2,7 Litern erfolgt im Laufe des Jahres.
 
1974: Die Firma Porsche stellt den ersten Seriensportwagen der Welt mit Abgasturbolader vor: der 911 turbo (930) feiert seine Premiere. Der Sportwagen verfügt über eine Leistung von 260 PS. Der Carrera RSR erhält ebenfalls eine turbo-Aufladung und verfügte damit über eine Leistung von 500 PS.
 
1975: Porsche verwendet als erster Serienhersteller beidseitig feuerverzinktes Stahlblech für die Karosserie. Eine Garantie auf Durchrostung kann somit für 6 Jahre gewährt werden. Im Jahr 1985 wird diese Garantie auf 10 Jahre erhöht.
 
1977: Der 250.000 Porsche verlässt im Juni als Modell 911 S 2.7 die Werkshallen in Stuttgart. Seit dem Produktionsbeginn im Jahre 1948 sind mittlerweile 29 Jahre vergangen. Die Bosch K-Jetronic senkt beim 911 SC (3,0 Liter/180 PS) den Verbrauch gegenüber dem Vorgängermodell um 17%. Die Leistung des 911 turbo 3.3 beträgt mittlerweile 300 PS.
 
1978: Der legendäre Rennsportwagen “Moby Dick” entsteht – im stärksten 911 leistet der 3,2 Liter Sechszylinder-Motor 845 PS.
 
1979: Mit einem geregelten Katalysator werden die USA-Versionen des Porsche 911 ausgestattet.
 
1982: Die Modellreihe 911 wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte um die Variante “Cabriolet” ergänzt.
 
1983: Der 911 erhält eine moderate Leistungssteigerung. Bei 3,2 Liter Hubraum verfügt er nun über 231 PS.
 
1984: Die Rallye Paris Dakar wird von einem 911 SC 4×4 gewonnen.
 
1985: Porsche führt in Deutschland die Katalysator-Technik ein. Im aktuellen Modelljahr wird der 959 als stärkstes Serienmodell mit Allrad-Technik und Turbolader vorgestellt.
 
1986: Ein speziell angefertigter 959 gewinnt die Rallye Paris Dakar … gefolgt von einem weiteren 959.
 
1987: In einer Sonderserie von 2.100 Exemplaren wird der 911 Speedster gebaut.
 
1988: Der intern als 964 bezeichnete 911 wird zum 25. Jubiläumsjahr als Variante 911 Carrera 4 vorgestellt. Porsche baut den zu 85 Prozent neu entwickelten 911 Carrera mit elektronisch geregeltem Vierradantrieb und auftriebsfreier Karosserie. Der luftgekühlte Sechszylinder hat mittlerweile 3,6 Liter Hubraum und verfügt über 260 PS.
 
1989: Der neue Carrera ohne Allradtechnik erscheint. Gleichzeitig wird auch die neue Tiptronik ins Programm aufgenommen, die ein manuelles sowie automatisches Schalten ermöglicht.
 
1990: Der Porsche Carrera Cup, die Rennserie der Zuffenhausener Sportwagenschmiede, wird ins Leben gerufen.
 
1991: Der Carrera RS wird in einer Auflage von 2.391 Stück produziert. Der 911 turbo kehrt nach kurzer Abstinenz mit einer Leistung von 320 PS ins Produktions-Programm zurück.
 
1992: Der 911 turbo 3,6 mit 360 PS wird präsentiert und feiert in der amerikanischen Supercar-Serie zahlreiche Siege .
 
1993: Die neue Baureihe und gleichzeitig letzte Generation des luftgekühlten 911 wird mit dem intern bezeichneten Typ 993 vorgestellt. Das Design-Kleid besticht durch runde und weiche Formen. Im breiten Heck des Sportwagens arbeitet ein 3,6 Liter großer Motor mit 272 PS. Die Höchstgeschwindigkeit des Serienfahrzeuges ist nun bei 270 km/h angekommen.
 
1995: Der erstmalig mit zwei Turboladern ausgerüstete 3,6 Liter-Sechszylinder 911 turbo, leistet nun 408 PS. Die Leichtbauversion des turbos wird präsentiert: der GT2. Es handelt sich hierbei um eine gewichtsoptimierte Version des 911 Carrera für Straßen- und Renneinsätze mit einer Leistung von 430 bis 600 PS. Eine weiter entwickelte Version des 911 Targa wird eingeführt. Das Modell besitzt mittlerweile ein großflächiges Glasdach. Mit dem Carrera RS wird wieder an die sportlichen Vorgänger erinnert.
 
1996: Die Evolution “993″ geht weiter in Form des GT1. Ein Rennwagen der Extraklasse mit einem Hubraum von 3,2 Litern, Turboaufladung und einer Leistung von 544 PS wird entwickelt, der eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h ermöglicht. Um im Rennsport teilnehmen zu können, müssen auch Straßenfahrzeuge von diesem Super-Sportwagen gebaut werden – eine Kleinserie wird aufgelegt. Danach tritt der Über-Elfer bei drei Rennen an und verbucht drei Siege.
 
1997: Der Modelljahrgang 1998 sprengt den bisher gekannten Rahmen der Vorgängermodelle in jeder Hinsicht. Mit dem intern genannten 996 wird eine neue Generation ins Leben gerufen, die kaum noch etwas mit seinen Vorgängern zu tun hat. Zum ersten Mal wird in einem 911 ein wassergekühlter Sechszylinder-Motor mit einer Leistung von 300 PS eingesetzt.
 
1998: In Stuttgart-Zuffenhausen wird das 50. Produktions-Jubiläum gefeiert. Der 911 GT1 feiert 1998 in Le Mans einen unvergessenen Doppelsieg. Die Modellpalette 996 wird um das Cabrio erweitert.
 
1999: Mit dem 911 GT3 stellt der zweifache Rallyeweltmeister Walter Röhrl auf der Nürburgring-Nordschleife eine neue Bestmarke für Serienfahrzeuge mit normaler Straßenbereifung auf. Er benötigt für die 20,8 km lange Strecke die Zeit von 7:56:33 min.
 
2000: Der 911 turbo kommt mit einer Leistung von 420 PS. Das Flagschiff beschleunigt in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 Km/h.
 
2001: Der 911 GT2 wird vorgestellt und verfügt über 462 Biturbo-PS, die auf dem Motor des 911 GT1 basieren. Der wassergekühlte Sechszylinder-Boxer hat einen Hubraum von 3,6 Litern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 315 Km/h.
 
2002: Die Karosserie des 996 wird leicht modifiziert und die Motorleistung auf 320 PS erhöht. Der Hubraum wird gleichzeitig um 200 ccm aufgestockt und beträgt nunmehr 3.600 ccm. Nach vier Jahren Pause präsentiert Porsche wieder einen 911 Targa. Ebenfalls neu ist der Carrera 4S, bei dem die Karosserieform der des turbos gleicht.
 
2003: Mit dem Carrera 4S Cabriolet und dem 911 turbo Cabriolet werden weitere Varianten eingeführt. Parallel wird der neue GT3 präsentiert. Mittlerweile liegt die Leistung bei 381 PS und das Fahrzeug ist 306 Km/h schnell. Als Basis-Modell für die Zukunft im Rennsport wird der 911 GT3 RS präsentiert.
 
2004: Die sechste Modellreihe geht an den Start: der 997. Erstmalig gibt es jetzt wieder zwei Motorvarianten: den Carrera (325 PS) und den Carrera S (355 PS). Porsche knüpft dabei im Design an vergangene Tage an und verpasst dem Elfer wieder die typischen Rundscheinwerfer und eine stärker betonte Taille im Heck. Zudem steht den Kunden mit der Option X51 eine Werksleistungssteigerung auf 381 PS zur Verfügung.

2005: Im April präsentiert Porsche die offenen Versionen des 997, sechs Monate später die beliebte Allrad-Variante. Die Stoffdächer der Cabriolets wurden noch einmal verbessert und erreichen dabei fast das Geräuschniveau der geschlossenen Modelle.
 
2006: Es geht weiter. Porsche bringt im Sommer die Top-Modelle turbo (480 PS) und GT3 (415 PS) auf den Markt. Im November folgt die Targa-Version als 4/4S.

 

2007: Porsche stellt die offene Version des turbos mit 480 PS vor. Gleichzeitig wird die vorübergehende Einstellung des GT3 / GT3 RS bekannt gegeben.
 
2008: Im Juni erscheint das Facelift der Coupé- und Cabrio-Modelle. Der intern genannte 997/2 verfügt jetzt über Motoren mit Direkteinspritzung und einem Doppelkupplungsgetriebe (PDK), die Leistung wurde auf 345 bzw. 385 PS angehoben. Die Allrad-Modelle 4 und 4S werden im Oktober vorgestellt. Markant ist dabei das Leuchtenband am Heck, das erstmals keinen Übergang zu den Rückleuchten des Elfers aufweist.
 
2009: Der neue GT3/GT3 RS und turbo wird präsentiert. Im GT3 stehen ab sofort aus 3,8l Hubraum 435 PS, im GT3 RS 450 PS zur Verfügung. Der turbo knackt erstmals die 500-PS-Marke.
 
2010: Porsche präsentiert die neuen Modelle turbo S und GT2 RS. Der turbo S leistet 530 PS und ist ausschließlich mit PDK (Porsche-Doppel-Kupplungsgetriebe) erhältlich. Der GT2 RS bildet die neue Speerspitze der 911-Reihe. Mit 620 PS umrundet er die Nordschleife in sagenhaften 7:18 Minuten.
 
2011: Die siebte Modellreihe geht an den Start. Intern 991 genannt, starten wie gewohnt der Carrera und der Carrera S. Dem Kunden stehen ab sofort 350 bzw. 400 PS zur Verfügung. Die offizielle Weltpremiere des Sportwagens erfolgt am 15. September 2011 im Rahmen der 64. IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt.

Home2012: Vier Monate nach der Präsentation der Coupés sind nun auch die Cabrios erhältlich. Eine Besonderheit ist das neue Faltverdeck, dass die Kontur des Coupés perfekt nachahmt. Im November werden die Allradmodelle Carrera 4 und Carrera 4S in der Coupé- und Cabrio-Version vorgestellt.
 
2013: Der 911 feiert seinen 50. Geburtstag – happy Birthday!

 

2014: Porsche stellt den neuen GT3 RS auf dem Genfer Autosalon vor. Der Rennwagen für Rundstrecke und Alltag bringt jetzt 500 PS auf die Straße. Im November wird in Los Angeles der 911 Carrera GTS vorgestellt.

 

2015: Revolution im Hause Porsche: Die Facelift-Modelle der Baureihe 991 bekommen ab sofort Motoren mit Biturbo-Aufladung. Das Triebwerk des Einstiegsmodell "Carrera" leistet mit drei Liter Hubraum stattliche 370 PS. Die Ära der Saugmotoren geht damit zu Ende.

 

2016: Porsche bringt mit dem 911 R (R=Racing) ein limitiertes Sondermodell auf den Markt. Mit einem 368 kW (500 PS) starken Vierliter-Boxer-Saugmotor und einem Sechsgang-Sportschaltgetriebe steht der 911 R in der Tradition seines historischen Vorbilds: einem straßenzugelassenen Rennsportwagen aus dem Jahr 1967.

 

2017: Auf den Genfer Automobilsalon wird das Facelift des 911 GT3 vorgestellt. Ab sofort ist der "Rennwagen für die Straße" wieder mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe erhältlich. Wenige Monate später wird wird beim Festival of Speed in Goodwood der neue "Über-Porsche" präsentiert: der 911 GT2 RS. Der Supersportler leistet sagenhafte 700 PS, beschleunigt von 0 auf 100 Km/h in 2,8 Sekunden und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 340 Km/h. Das alles gibt es zu einem Preis ab 285.220 Euro. Wenige Monate später feiert der GT3 mit "Touring-Paket" seine Premiere. Das Modell verzichtet auf den markanten Heckflügel und setzt anstelle dessen auf den variablen Heckspoiler der Carrera-Modelle. "Last but not least" stellt Porsche im Oktober der "911 T" vor. Der Wagen zeichnet sich durch eine Gewichtsoptimierung aus und ist angelehnt an den legendären 911 T aus dem Jahre 1968.

 

2018: Das Jahr steht ganz im Zeichen des 70-jährigen Jubiläums der Marke. Neben vielen Veranstaltungen präsentiert das Zuffenhausener Unternehmen im März den neuen 911 GT3 RS. Der Rennwagen für die Straße leistet 520 PS aus vier Litern Hubraum und setzt mit einer Zeit von 6:56,4 Minuten auf der Nürburgring-Nordschleife ein erstes Ausrufezeichen.

 

Am 27. November wird in Los Angeles die achte Generation des Elfers vorgestellt: intern genannt 992. Carrera S und Carrera 4S stehen zum Verkaufsstart mit 450 PS zur Verfügung. Beide Modelle können ab sofort bestellt werden.

 

2019: Sechs Wochen nach dem Debüt des Coupés zieht das 911 Cabriolet die Blicke auf sich.

 

Stand: 9. Januar 2019 - 9:xx Uhr

Porsche 911 (991) GT2 RS - Modelljahr 2017

"Wir bauen Autos die keiner braucht, die aber jeden haben will." (Prof. Ferdinand Porsche)

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